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AllgemeinName, Räume, Konzept – alles neu!

Name, Räume, Konzept – alles neu!

Neues aus der Pflegeschule

Neues aus der Pflegeschule

Name, Räume, Konzept – alles neu!

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Caritas-Pflegeschule Fulda nimmt nebenbei auch die „Corona-Hürde“ und startet mit frischem Wind in die generalisierte Pflegeausbildung

Fulda (cif). Mit dem Segen des Fuldaer Bischofs Dr. Michael Gerber für das vergrößerte und völlig modernisierte Schulgebäude sowie für alle Lernenden und Lehrenden, die in der rundum erneuerten Caritas-Pflegeschule ein- und ausgehen, wurde der Gebäudekomplex in der Fuldaer Ratgarstraße wieder im vollen Umfang seiner Bestimmung übergeben. In einer mehr als einjährigen Bauzeit war das Schulhaus komplett umgestaltet und entsprechend der gesteigerten Anforderungen an die Ausbildung zur Pflege mit weiteren Schulungsräumen, Praxislaboren und Aufenthaltsbereichen für die Schülerschaft ausgestattet worden.

In der Ära vor Corona war es für das Team der Caritas-Pflegeschule um Schulleiterin Dajana Herbst einfacher gewesen: Um Schülerinnen und Schüler aus den Abschlussklassen in der Region zu erreichen, genügte ein Stand auf der regelmäßigen Bildungsmesse. Denn dort kamen sie in der Regel alle im Rahmen eines Schulausflugs vorbei. Auch ein jährlicher Infotag in der Partner-Berufsschule „Eduard-Stieler-Schule“ brachte stets automatisch viele Kontakte zu Interessierten, die sich dort mit in der Ausbildung bereits befindlichen Schülerinnen und Schülern unterhalten konnten. Zudem boten verschiedene „Praxisstationen“ wie „Beweglichkeit im Alter“ oder „Grundpflege und richtiges Lagern“ den Interessierten anschaulich erste Eindrücke von den konkreten Inhalten der Pflegeausbildung.  

Über die Messepräsenz und die Infotage hinaus war das Team der Pflegeschule bis zum Frühjahr 2020 auch regelmäßig in Fulda und der Region unterwegs, um bei verschiedenen Anlässen auf die Ausbildungsangebote aufmerksam und potenziellen Berufsanfängern den Einstieg in den Pflegeberuf schmackhaft zu machen. Dann kam der Shutdown. 

Logische Folge der Vereinheitlichung in der Pflegeausbildung: Aus der Fuldaer Altenpflegeschule wurde die Caritas-Pflegeschule. C. Scharf/Caritas FD

Jetzt – seit dem Frühjahr 2020 – ist das Präsentieren der Pflegeschule und der Pflegeausbildung in der Öffentlichkeit schwieriger, denn viele Messen und Aktionstage wurden wegen der Maßnahmen zur Verringerung der Ansteckungsrisiken mit Corona ersatzlos gestrichen. Besuche in den Schulen wie früher sind nicht möglich.

Dabei gäbe es viele gute Gründe, die Caritas-Pflegeschule gerade jetzt verstärkt in der Öffentlichkeit vorzustellen: Zum einen wurde das Schulgebäude nach aufwendiger Renovierung und Erweiterung um eine Etage mit modernen neuen Lehrräumen, Praxislaboren und einer Cafeteria soeben fertiggestellt. Die geplante große Einweihungsparty musste jedoch wie alles andere ausfallen. Man beschränkte sich daher auf eine kleine Feierstunde mit wenigen Teilnehmern, damit der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber das durchsanierte und vergrößerte Gebäude zur Wiederinbetriebnahme einweihen konnte. Die ursprünglich geplante große Feier anlässlich dieses Neustarts unter Beteiligung der gesamten Schülerschaft, des Dozententeams und alle Freunde und Unterstützer der Pflegeschule soll aber erklärtermaßen unbedingt nachgeholt werden – 2021 vielleicht, wenn die Rahmenbedingungen eine solche Zusammenkunft wieder zulassen.

Derzeit: Mund-Nase-Schutzmasken sind Pflicht. Für ihr Hygienekonzept zum Schutz der Schülerschaft erhielt die Pflegeschule vom TÜV ein Qualitätssiegel „Sicher gegen Corona“. C. Scharf/Caritas FD

Ein weiterer Grund, über die Pflegeschule und ihre Angebote aktuell zu sprechen, ist die völlige Reformierung der Ausbildung und die Einführung eines neuen Curriculums: Auf Grund der Generalisierung der Pflegeausbildung gibt es nun die einheitlichen Ausbildungen zum examinierten Pfleger / zur Pflegerin bzw. zum Pflegehelfer / zur Pflegehelferin. Folgerichtig war übrigens aus der Caritas-Altenpflegschule Fulda auch im Zuge des Umbaus die „Caritas-Pflegeschule Fulda“ geworden.

Die früheren unterschiedlichen Ausrichtungen in der Ausbildung wie Altenpflege, Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege sollen nun für die Pflegeschülerinnen und -schüler erst in ihrer späteren Berufspraxis eine tiefergreifende Rolle spielen. Damit erhofft man sich seitens der Politik mehr Attraktivität für das Berufsfeld „Pflege“, das den Absolventen fortan nicht nur viele Wege zum Berufseinstieg sondern auch zur Fortbildung bieten soll – einschließlich der Erkletterung diverser Karriereleitern durch eine fachliche Spezialisierung oder durch Zusatzqualifizierungen im Rahmen eines Studiums. Diesbezüglich richten auch immer mehr Hochschulen unterschiedliche Studiengänge mit dem Schwerpunkt „Pflege“ oder „Pflege-Management“ ein. 

Segnungsrundgang mit Weihwasser: Der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber und Schulleiterin Dajana Herbst auf dem Weg in die neue oberste Etage der Pflegeschule.
Segnungsrundgang mit Weihwasser: Der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber und Schulleiterin Dajana Herbst auf dem Weg in die neue oberste Etage der Pflegeschule. C. Scharf/Caritas FD

Für die generalisierte Pflegeausbildung und die neuen Praxismodule betrieb das Team der Caritas-Pflegeschule im Vorfeld intensive Netzwerkarbeit – die Schule kooperiert nun nicht mehr nur mit Altenpflegeeinrichtungen als Praxispartnern, sondern sie arbeitet jetzt auch mit zahlreichen Krankenhäusern der Region wie zum Beispiel in Fulda, Bad Hersfeld und Lauterbach zusammen, wo die Schülerinnen und Schüler Praxiseinheiten im Rahmen ihrer Ausbildung wahrnehmen können. Der Pflegeberuf – dies zeigte sich in der Corona-Pandemie deutlich – bietet Berufseinsteigern heute im Gegensatz zu anderen Arbeitsfeldern eine große Krisensicherheit. Arbeitslosigkeit braucht man hier wirklich keineswegs zu fürchten – im Gegenteil: Als „systemrelevant“ geltend mussten die Pflegekräfte in ihren Institutionen während des Shutdowns im Frühjahr 2020 eine besonders hohe Arbeitsbelastung hinnehmen – noch zusätzlich erschwert durch die Maßnahmen, die zum Schutz der Menschen als Angehörigen von Corona-Risikogruppen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen ergriffen worden waren. „Auch die Fuldaer Pflegeschülerinnen und
-schüler“, betont Schulleiterin Herbst, „waren in diesen schlimmen Corona-Zeiten in ihren Einrichtungen als verlässliche Pflegekräfte voll mit dabei und haben diese ‚Feuerprobe‘ allesamt mit Bravour bestanden. Nebenbei mussten sie dann auch noch für ihre Prüfungen lernen, denn der Schulbetrieb lief bei uns ja weiter!“    

Was also bietet die neue Caritas-Pflegeschule nun? Das neue Curriculum ist bereits zertifiziert und erfüllt damit alle nötigen Anforderungen für eine moderne Pflegeausbildung. Einen Überblick verschafft der neue Internetauftritt www.caritaspflegeschule.de: Es gibt die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft: Pflegerinnen und Pfleger können anschließend in allen Bereichen der Pflege tätig werden und sich nach eigenen Vorstellungen spezialisieren. Außerdem sind diejenigen Pflegekräfte mit Hochschulreife dazu qualifiziert, mit ihrem Abschluss an der Partnerhochschule „Evangelische Hochschule Darmstadt“ in ein um zwei Semester verkürztes Pflegestudium einzusteigen.

Ein besonderer zweijähriger Ausbildungsgang „Pflege in Hessen integriert“ wendet sich vor allem an junge Menschen mit Migrationshintergrund, die parallel mit ihrer praktischen Ausbildung zur Pflegehelferin bzw. zum Pflegehelfer im Bereich der Altenhilfe noch einen Schulabschluss (Hauptschule) erwerben wollen. Hierbei arbeitet die Fuldaer Pflegeschule mit der bereits erwähnten berufsbildenden Fuldaer Eduard-Stieler-Schule fest zusammen, an welcher der Unterricht für den Schulabschluss erfolgt.

Einjährig wiederum ist die Ausbildung zur Pflegehelferin und zum Pflegehelfer. Sie ermöglicht einen raschen und niederschwelligen Berufseinstieg. Interessierte können sich dann später verkürzt auf zwei Jahre zu vollwertigen Pflegekräften weiter ausbilden lassen.  

Für Menschen, die bereits im Pflegeberuf stehen, bietet die Caritas-Pflegeschule Fulda zudem zahlreiche Möglichkeiten, sich durch gezielte Fortbildung zu spezialisieren und weiter zu qualifizieren. Für alle – Ausbildungs- wie Fortbildungsinteressierte – gilt daher gleichermaßen: Einfach mal Kontakt aufnehmen und die eigenen Möglichkeiten ausloten!

Übergabe der Zertifizierungsurkunde C. Scharf/Caritas FD
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