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Presse_2018Zwei intensive Stunden mit eindrücklichen Schilderungen und interessierten Nachfragen
Wir schauen den Zeitzeugen über die Schultern und blicken auf die Teilnehmer.

Zwei intensive Stunden mit eindrücklichen Schilderungen und interessierten Nachfragen

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Zwei intensive Stunden mit eindrücklichen Schilderungen und interessierten Nachfragen


28.05.2018

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Polnische Gäste der Caritas – ehemalige Verfolgte des NS-Regimes – stellten sich einem weiteren Zeitzeugengespräch – diesmal vor Altenpflegeschülerinnen und -schülern

[/et_pb_text][et_pb_text admin_label=”Text” _builder_version=”3.0.51″ background_size=”initial” background_position=”top_left” background_repeat=”repeat”]Fulda (cif). Zum zweiten Mal standen die polnischen Gäste der Caritas Fulda – ehemalige Verfolgte des NS-Regimes, die als Kinder zusammen mit ihren Eltern in Gefangenen- und Arbeitslager geraten waren, für ein Zeitzeugengespräch zur Verfügung. Diesmal fand diese Gesprächsrunde vor Schülerinnen und Schülern der Altenpflegeschule Fulda in der Ratgarstraße statt. Die Schülerschaft hatte sich thematisch auf das Gespräch vorbereitet und zeigte sich dankbar, dass die Seniorinnen und Senioren bereit waren, mit ihnen dieses schwierige Gespräch zu führen, obwohl sie doch zur Erholung nach Deutschland gekommen waren. Einmal jährlich lädt die Caritas Fulda als Zeichen der Versöhnung und Wiedergutmachung Menschen aus dem östlichen Nachbarland ein, die Unrecht durch Nazi-Deutschland erfahren hatten. Vermittelt werden die Besucher vom Maximilian-Kolbe-Werk in Freiburg.

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In ihrer Begrüßung erläuterte Schulleiterin Dajana Herbst, welche große Rolle in der Altenpflege die Biografie-Arbeit mit den alten Menschen spiele, und dass es daher wichtig sei, solche Zeitzeugengespräche anzugehen und sich auch dunklen Kapiteln der Vergangenheit zu stellen. „Es ist wirklich ein großes Geschenk, das Sie uns mit ihren Erinnerungen hier machen“, betonte Schulleiterin Herbst gegenüber den Gästen.

Die polnischen Seniorinnen und Senioren berichteten eindrücklich von ihrer Gefangennahme, vom Lageralltag, von den Arbeitseinsetzen und Schikanierungen im Lager, denen sich auch die Kinder ausgesetzt sahen. Den Zuhörern wurde bewusst, wie stark solche Erlebnisse über Jahrzehnte nachwirkten, auch wenn man sie nicht täglich thematisiert. Einer der Senioren war als Zweijähriger von seiner Mutter vier Monate im Wäschelager versteckt worden, als er erkrankt war und die Mutter sich darüber im klaren war, dass eine Überführung in die Krankenbaracke seinen Tod bedeutet hätte. Eine der Frauen, die als Kind in Auschwitz interniert war, berichtete von einer persönlichen Begegnung mit dem berüchtigten Dr. Mengele, der als Lagerarzt für seine Experimente Kinder auswählte, die er zur Auswahl mit Bonbons anlockte. Seine Wahl, so die polnische Seniorin, fiel aber damals nicht auf sie, worüber sie als Kind in ihrer naiven Unwissenheit sehr bekümmert gewesen war…
In der Fragerunde nach den Berichten zeigte sich, wie interessiert die Pflegeschülerinnen und
-schüler an der geschichtlichen Dimension, aber auch an den persönlichen Schicksalen der polnischen Gäste waren. Thema war auch, wie man nach 1945 sein weiteres Leben gestalten konnte, und welche Gedanken jetzt das Verhältnis zu den Deutschen prägen. „Es geht nicht um Rache, sondern es geht darum zu verhindern, dass sich so etwas nochmals wiederholt“, betonte einer der polnischen Zeitzeugen. „Mit Hass kann man nicht leben. Heute ticken die meisten Menschen ohnehin anders. Deutsche und Polen sind in der Europäischen Union vereint. Wir sind hier während unseres Aufenthalts so freundlich aufgenommen worden und hatten so viele schöne Begegnungen mit Deutschen. Und im Übrigen: Es war eine zurück gebliebene deutsche Familie, die uns nach dem Krieg in meinem Heimatort mit Lebensmittelgaben als erste half, die Anfangsnot zu überstehen.“ „Mit Nationalität hat es nur wenig zu tun“, ergänzte abschließend eine der Frauen aus der polnischen Gästegruppe. „Es waren immer Individuen – Menschen, die bereit gewesen waren, anderen Menschen diese Grausamkeiten anzutun!“

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