Unterstützung für internationale Fachkräfte und Auszubildende mit Sprachförderbedarf
Fulda. Die Caritas Pflegeschule, unter der Leitung von Dajana Herbst, startet am 16. März erneut ihre berufsbegleitende Weiterbildung zur „Sprachförderkraft für berufsintegriertes Sprachlernen“. Der Kurs, welcher bereits im letzten Jahr erfolgreich etabliert wurde, richtet sich an Praxisanleitende, Lehrkräfte sowie Mitarbeitende aller Berufsgruppen, die internationale Fachkräfte und Auszubildende mit Sprachförderbedarf im Arbeitsalltag gezielt und professionell begleiten möchten.
Die Weiterbildung wurde von der Caritas Pflegeschule in Kooperation mit der Fachstelle für berufsintegriertes Sprachlernen (FaberiS) in Osthessen etabliert, nachdem sie sich auch bereits im Rhein-Main-Gebiet bewährt hatte. Kursleiterinnen sind Waltraud Röhl-Pfingsten und Antonia Baier, die als qualifizierte Fachdozentinnen für Sprachförderung tätig sind.
Kürzlich trafen sich die Dozentinnen mit Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, um die Details für den neuen Kursstart im März nochmal zu besprechen. „Ich freue mich sehr, dass unsere Pflegeschule mit diesem Kurs einen weiteren wichtigen Beitrag für Pflegende etabliert hat. Zu verstehen und verstanden zu werden sind doch die wichtigsten Komponenten in unserem menschlichen Miteinander, sowohl privat als aber auch beruflich.“, resümiert Juch.
Herbst freut sich: „Die Rückmeldungen nach der ersten Weiterbildungsrunde waren durchweg positiv. Wir freuen uns nun auf die nächste Runde und haben bereits zahlreiche Anmeldungen. Es ist toll, welchen Zuspruch und Vertrauen wir erfahren.“
Neue Teilnehmende kommen unter anderem von der Pflegeschule TalentOrange in Frankfurt. Die dortige stellvertretende Schulleiterin Sonja Zorbanou-Schröter bestätigt per Mail: „Die sprachliche Bildung unserer Auszubildenden ist uns als Schule ein großes Anliegen, das wir gemeinsam weiter stärken und ausbauen möchten.“
„In der Pflege, aber auch in vielen anderen Branchen, arbeiten zunehmend internationale Fachkräfte und Auszubildende mit Sprachförderbedarf. Allgemeine Sprachkurse vermitteln wichtige Grundlagen, doch die berufsbezogene Fachsprache wird vor allem im Arbeitsalltag erlernt“, erklärt Antonia Baier, Berufspädagogin an der Caritas Pflegeschule. „Umso wichtiger ist es, diese Menschen im Arbeits- und Ausbildungskontext sprachsensibel zu begleiten. Eine gezielte Sprachförderung stärkt nicht nur die fachliche Handlungssicherheit, sondern auch Integration, Zusammenarbeit und Zugehörigkeit.“
Die Weiterbildung umfasst vier Module sowie begleitende Reflexionstreffen. Inhalte sind unter anderem „Sprachförderlich Unterrichten und Ausbilden“, „Mündliche Kommunikation fördern“ sowie praxisnahe Methoden, um Sprachförderung nachhaltig in den Berufsalltag zu integrieren. Nach Abschluss sind die Teilnehmenden in der Lage, Fachkräfte und Auszubildende mit Sprachförderbedarf wirksam zu unterstützen und deren sprachliche Entwicklung gezielt zu fördern.
Das Angebot richtet sich an Praxisanleitende in der Pflege, Ausbildungsbegleitende aller Berufsgruppen, Personen, die Arbeits- und Ausbildungsprozesse begleiten, sowie an Lehrkräfte sämtlicher Fachrichtungen. Unternehmen und Einrichtungen profitieren davon, dass Mitarbeitende mit Sprachförderbedarf besser integriert werden und Ausbildungs- sowie Arbeitsprozesse erfolgreicher gestaltet werden können.
Der Kurs wird für Praxisanleitungen in der Pflege nach §4 PflAPrV im Rahmen der 24 Stunden Pflichtfortbildung angerechnet. Pflegepädagoginnen und Pflegepädagogen an hessischen Pflegeschulen erhalten nach Abschluss die Anerkennung als Sprachförderkraft gemäß § 4 Abs. 4 PflSchulFinazG.
Interessierte können sich bei der Caritas Pflegeschule anmelden per Mail an: Antonia.Baier@caritas-fulda.de oder telefonisch unter 0661 6205-200.